Bildung

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Politische Bildungsarbeit

Weltläden werden heute kaum noch als politische Bewegung wahrgenommen. Ein Teil der Läden hat für sich eine Nische zum Überdauern gefunden, aus der sie aber kaum noch nach außen agieren. Und viele sind dem Programm der Verkaufssteigerung gefolgt, wie es vom Weltladen-Dachverband vertreten wird. Sie haben Schaufensterdekorations- und Managementkurse besucht und ihre Ladenlokale an veränderte Erwartungen angepasst. Mit allerhand Wortspielen aus dem Adjektiv „fair“ werben sie jetzt dafür, wie toll und lecker Weltladenprodukte sein können.

Es gibt aber auch aus der jüngeren Vergangenheit Beispiele, dass Warenverkauf als Mittel zur politischen Bewusstseinsbildung einsetzbar ist. So wurden 2003 in verschiedenen Weltläden Pralinen mit Cupuaçu-Füllung angeboten. Cupuaçu ist ein im brasilianischen Amazonasgebiet wachsender Baum, dessen Name sich ein japanischer Konzern als Patent hat schützen lassen. Der Verkauf der Cupuaçu-Pralinen richtete sich gegen Patente auf Pflanzen. Zusammen mit einer Unterschriftensammlung und anderen Aktionen der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie war dieser Protest erfolgreich, so dass 2005 auch die letzten Patentansprüche auf Cupuaçu rückgängig gemacht wurden. Drängende politische Probleme und ökonomische Ungerechtigkeit gibt es genug. Oft muss man sich nur fragen, wie man sie in einem Weltladen aufgreifen kann und welche Forderungen man damit verknüpft.

Zentral in unserer politischen Arbeit ist die Aktion Faire Schule (AFS) sowie die Organisation und Durchführung verschiedener Themenabende, Vorträge und Diskussionen. Nähere Informationen findet Ihr unter folgenden Links:


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